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Emotionale Achterbahnfahrt
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Geschrieben: 14.09.2009 von knubo
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Hallo zusammen,
ich bin zurzeit im gerichtliches Verfahren über den Schuldenbereinigungsplan. Was bisher an emotionaler Achterbahn stattfand, macht mich wirklich wütend.
Selbst wenn man/frau nicht böswillig bzw. absichtlich in die Verbraucherinsolvenz kommt, wird man/frau zum Freiwild für die Gläubiger. Telefonterror und ständige Briefsendungen mit Mahnungen, Androhungen etc. (trotz Rechtsanwalt). Ich fühle mich relativ gesetzlich geschützt, emotional jedoch bin ich immer wieder auf Talfahrt. Ich will trotzdem kämpfen und weitermachen.
So suche ich hier Erfahrungen, die ähnlich der meinen sind und einen Austausch darüber.
Wer hat Interesse?
Gruß knubo
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RE: Emotionale Achterbahnfahrt
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Geschrieben: 24.10.2009 von Existent
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Hey Knubo.
Kopf hoch, diese Zeit geht vorbei. Verweise alle an deinen Anwalt die Dich anrufen und leite alle briefe an ihn weiter.Es ist erstmal schwer, sicherlich aber diese Phase der Drohungen usw. geht vorbei. Du wirst sehen, daß dies dann auf einmal und ganz schlagartig aufhört.Das sind jetzt Arbeiten die Dein Anwalt für Dich erledigt. Schau in die Zukunft und verwende Deine Energie lieber dafür.
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RE: Emotionale Achterbahnfahrt
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Geschrieben: 26.11.2009 von knubo
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Danke Existent für die wahrlich tröstenden Worte. Nun ist das Insolvenzverfahren eröffnet und es herrscht endlich Ruhe. Ein paar Kleinigkeiten mit der Treuhänderin laufen noch nicht ganz rund, doch das stört mich absolut nicht. Auf geht`s in die schuldenfreie Zukunft.
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RE: RE: Emotionale Achterbahnfahrt
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Geschrieben: 11.01.2010 von be_happy
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Bin hier neu angemeldet und möchte mich zu Wort melden. Seit einem Jahr bin ich in der Regelinsolvenz und wiederholt werden vom Insolvenz-
verwalter pfändfreie Beträge nicht herausgegeben...
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
Einen Anwalt, den ich bezahlen muss, kann ich mir nicht mehr leisten.
Und den Beratungsschein hat mir bisher das Amtsgericht ohne Begründung verweigert...
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RE: RE: RE: Emotionale Achterbahnfahrt
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Geschrieben: 14.01.2010 von Sall-May
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Davon habe ich auch schon gehört. Ein Bekannter von mir wurde förmlich hängen gelassen, als der das Geld benötigte, um seine Arbeit weiter fortsetzen zu können. Seine Aussage war: "Der Inso-Verwalter wollte 1000,00 € vorbeibringen, sei dann aber nicht gekommen. Stattdessen wäre dieser dann für 14 Tage verreist.
Einem anderen wurden sogar die Zigaretten vorgerechnet und vorgehalten. Angeblich hat auch der um die ihm zustehenden Gelder kämpfen müssen.
Allerdings habe ich hier und da, auch schon über sehr gute Insolvenzverwalter gehört.
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RE: RE: RE: RE: Emotionale Achterbahnfahrt
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Geschrieben: 15.01.2010 von be_happy
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Danke Sall-May für die Antwort und für den Hinweis.
Bewusst habe ich mich hier für einen Nick entschieden und nicht für meinen Namen.
Nach 38 Berufsjahren, davon die letzten 18 Jahre selbständig ( nach Mauerfall, bin aus der DDR),
war ich nach unzähligem Ärger und Falschberatung duche Banken u.a. auch aus gesundheitlichen Gründen gezwungen, den Weg in die Insolvenz zu gehen.
Noch zwei Jahre bis zu einer kleinen Altersrente, unter dem Level, wovon ich äußerst bescheiden leben könnte. WEIL privat krankenversichert. Und da geht das Chaos seit der neuen Gesetzgebung 01.01.2009 los!
Da ich krank wurde NACH der Selbständigkeit und VOR Abschluss eines Arbeitsvertrages, ist keine Krankentagegeldversicherung möglich, und ich fiel ins bodenlose. Zwar erhalte ich jetzt HARZ IV, aber es bleibt Null zum Leben - wegen der privaten Krankenversicherung. Niemand ist zuständig.
Und der Herr Insolvenzverw. hält seit Monaten Honorare zurück, reagiert auf nichts, alles was da mal kommt sind Unterstellungen und Be-Schuldigungen, die nicht nur falsch sind sondern völlig unsinnig...
Beschwerde beim Insolvenzgericht hat mich nicht weiter gebracht...versuche nun nochmal einen Beratungsschein zu erhalten und daraufhin Hilfe per Anwalt. Meine privaten Schulden wachsen...um leben zu können. Wird hier nur auf die biologische Lösung gesetzt, der Kandidat gibt auf, mutiert zum Frosch und setzt sich vorm Storch auf die Wiese ? Egal, wo ich Hilfe "suche", nur bedauerndes Achselzucken.
Haben Insolvenzverwalter jegliches Recht, auch zu falschen Beschuldigungen, Beschlagnahmung von pfändfreien Beträgen ? Sind in die Falle geratene ohne jegliche Rechte ?
Fragen über Fragen...würde mich gern mit Leuten, denen Ähnliches passiert ist, austauschen, auch zusammenschließen, da ich nicht gewillt bin, mich in der "Opferrolle" zu verkriechen.
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RE: RE: RE: RE: RE: Emotionale Achterbahnfahrt
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Geschrieben: 16.01.2010 von Sall-May
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Ihre Frage: Sind in die Falle geratene ohne jegliche Rechte ?
Meine Antwort, ich kann nur nach erlebten Erfahrungen gehen, da müsste ich eigentlich sagen: JA! Das ist nicht einmal purer Zynismus, sondern was ich mit vielen Menschen erleben musste, ich würde es gerne vergessen. Einmal in der Falle strampeln viele bis man von ihnen nichts mehr hört und sieht.
So allerdings sollte ein Leben nicht verlaufen müssen. Das war auch niemals der Sinn einer Demokratie. Doch wie gesagt, ich schreibe viel, vielleicht auch viel zu viel auf www.buergermeinugen.de. Ich schreibe, schreibe und schreibe, weil ich wie Sie mich nicht mit Dingen zufrieden geben möchte die alles andere als in Ordnung sind. Doch kann man diese Dinge überhaupt verändern? Werden wir Menschen finden die fest zusammen stehen mit der Erkenntnis, wenn wir anderen helfen, dann helfen wir uns auch selber?
Es ist sehr schwer in der heutigen Zeit, manchmal kommt man sich vor als hätte man 20 Jahre im Dornröscheschlaf verbracht und ist brutal aufgewacht.
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RE: Emotionale Achterbahnfahrt
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Geschrieben: 26.01.2010 von knubo
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Hallo be_happy und Sall-May,
bei Problemen mit Insolvenzverwaltern ist das örtlich zuständige Amtsgericht als Aufsichtsbehörde Ansprechpartner. Man bzw. ihr habt durchaus das Recht dort vorzusprechen und ggf. evtl. einen anderen Insolvenzverwalter zu bekommen. Das jedoch bestimmt ein Richter des Amtsgerichtes. Einen Versuch sollte dies wert sein...
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RE: Emotionale Achterbahnfahrt
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Geschrieben: 26.01.2010 von be_happy
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Hallo knubo,
danke für die Antwort. Ich habe bis zur Beschwerde vorm zuständigen Insolvenzgericht alles durch...
Mittlerweile lebe ich zwar in einem anderen Bundesland, als die Insolvenzeröffnung war, ABER
auch hier hat mir bisher das zuständige Amtsgericht den Beratungsschein für einen Anwalt nicht gegeben. Doch da ist noch nicht das letzte Wort gesprochen.
Meine Hoffnung, doch einen Anwalt zu finden, der mir gegen diesen Typ hilft ( kann den ganzen Unsinn von ihm schriftlich belegen ).
Hoffnung auf Wechsel des InsoVerwalters wurde mir genommen. Das müssten die Gläubiger beantragen, das sind ausschliesslich Banken, in deren Sinn arbeitet er, nach meiner Wahrnehmung.
Jedenfalls gebe ich mich noch nicht "geschlagen".
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RE: Emotionale Achterbahnfahrt
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Geschrieben: 06.02.2010 von Bianca
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Hallo zusammen,
ich bin seit 18.01.2010 auch in der Insolvenz. Leider kann ich zu dem genannten Probleme keinen Tipp geben. Ich habe so wie es momentan aussieht wirklich einen super Insolvenzverwalter bekommen.
Mit dem kann man echt super reden und er hilft auch.
Bis zur Insolvenzeröffnung ging es mir echt besch... Hab sämtliche Dinge erlebt: Telefonterror, Kontopfändungen, wöchentliche Besuche von Gerichtsvollziehern usw.
Irgendwie bin ich froh das ich diesen Weg gegangen bin, obwohl ich momentan von Arbeitslosengeld lebe.
Aber ich steck den Kopf nicht in den Sand, ich find bestimmt bald wieder vernünftige Arbeit.
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